Kaffeepflanze

Ursprünglich stammen alle Kaffeepflanzen aus Afrika. Insgesamt gibt es 6000 Arten, von denen allerdings längst nicht alle für die Kaffeegewinnung in Frage kommen.

Exakt gesagt sind es genau zwei Sorten: zum einen die Coffea Robusta, zum anderen die Coffea Arabica. Der Zyklus einer kultivierten Kaffeepflanze sieht folgendermaßen aus: Wenn die Trockenzeit zu Ende geht, beginnt sie weiß zu blühen. Die Blütezeit dauert mehrere Monate, manchmal auch ein ganzes Jahr. Im Anschluss an die Blütezeit entstehen innerhalb eines Zeitraums von etwa acht Monaten die Früchte, die Beeren oder auch Kaffeekirschen genannt werden. Während des Reifevorgang verändert sich die Farbe der Frucht. Zuerst ist sie grün, wird dann gelb und erreicht schließlich das für die Kaffeepflanze so typische rot. Nachdem der Reifepunkt überschritten wurde, wechselt die Farbe hin zu schwarz.

Zum Zeitpunkt des Reifepunktes wird geerntet. Zwei Formen der Ernte sind das Stripping und das Picking. Das Stripping ist in jedem Falle das preiswertere Verfahren, denn hier werden die Kaffeekirschen in der Regel mit Maschinen von den Kaffeepflanzen gestreift. Auf diese Weise wird sehr wirtschaftlich gearbeitet, jedoch werden auch Früchte mit abgeerntet, die ihren optimalen Reifepunkt noch nicht erreicht haben. Das Picking ist dagegen Handarbeit. Dieses Verfahren ermöglicht es, nur die wirklich reifen Kaffeekirschen zu ernten und höchste Qualität zu erreichen. Allerdings müssen die Pflücker Erfahrung mitbringen um den Reifegrad verlässlich einschätzen zu können.

Sobald die Früchte gepflückt sind, werden die Bohnen aus der Frucht gelöst. Hierbei gibt es zwei Verfahren, die für die spätere Qualität mitentscheidend sind. Zum einen die Trockenaufbereitung, bei der die Kirschen von der Sonne getrocknet werden und für die kein Wasser erforderlich ist. Zum anderen gibt es das Verfahren der Nassaufbereitung. Hierbei werden die Kirschen der Kaffeepflanze in Wasser eingeweicht, dann werden die Bohnen unter fließendem Wasser herausgelöst und in ein Wasserbecken verbracht. Erst danach setzt das Trocknen in der Sonne ein.