Kaffee rösten

Wer die Zubereitung von Kaffee als Kunst versteht, lässt es sich wahrscheinlich nicht nehmen, selbst seinen Kaffee rösten zu wollen. Natürlich kostet das ein wenig Zeit und Mühe, doch das Ergebnis ist – wenn auch die weitere Zubereitung stimmt – ein hocharomatischer Kaffee.

Und Kaffeesteuer müssen Sie ebenfalls nicht bezahlen. Beim Kauf der gelbgrünen Kaffeebohnen müssen Sie auf ein gleichmäßiges Erscheinungsbild achten. So sollten die von Ihnen gewählten Bohnen in etwa gleich groß und annähernd gleich in der Farbe sein. Dann können Sie mit dem Kaffee rösten beginnen. Eine erste Möglichkeit dazu besteht darin, eine geruchsneutrale Pfanne (notfalls auch einen Topf) zu benutzen. Sie stellen diese einfach auf den Herd und wärmen Sie bei mittlerer Temperatur vor. Dann geben Sie die Bohnen hinzu und rösten sie auf mittlerer Flamme unter ständigem Rühren. Die Bohnen werden bei diesem Vorgang Knackgeräusche von sich geben, was Sie nicht irritieren sollte. Die Bohnen sind fertig, wenn sie eine dunkelrotbraune Farbe angenommen haben.

Auch im Backofen können Sie sehr gut die Kaffeebohnen rösten. Dazu heizen Sie den Backofen auf 200 Grad Celsius (Umluft etwa 180 Grad) vor. Die Bohnen legen Sie so auf ein Backblech, dass sie nicht übereinander liegen. Nachdem Sie das Backblech in den Ofen geschoben haben, lassen Sie die Bohnen  etwa zwanzig Minuten rösten und wenden Sie sie einmal nach der Hälfte der Zeit. Natürlich können Sie auch Kaffeebohnen rösten, indem Sie eine nach dem Prinzip der Trommelröstung funktionierende im Handel erhältliche Maschine erwerben. Das ist nicht ganz billig, entspricht jedoch der traditionellen Art und Weise.

Egal, für welche der Möglichkeiten Sie sich entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall wissen, dass der Kaffee bitterer wird, je dunkler Sie die Bohne zuvor geröstet haben. Wenn Sie die Bohnen bei der angegebenen Temperatur im Ofen rösten, erhalten Sie einen sehr milden und dennoch aromatischen Kaffee.

Foto: Martin Müller / pixelio.de